E-Bike-Akku: Wattstunden, Reichweite und Alterung
Nur Wattstunden sind vergleichbar
Spannung mal Kapazität ergibt den Energieinhalt. Ein 36-Volt-Akku mit 14 Amperestunden hat 504 Wattstunden; ein 48-Volt-Akku mit denselben 14 Amperestunden hat 672. Wer nur die Amperestunden vergleicht, vergleicht nichts.
Aus den Wattstunden wird eine Reichweite, sobald man einen Verbrauch annimmt. Rund 10 Wattstunden je Kilometer ist ein brauchbarer Wert für Stadtfahrten mit mittlerer Unterstützung und erwachsenem Fahrer. 504 Wattstunden ergeben so etwa 50 Kilometer. Steht im Prospekt 120, ist das keine Lüge, sondern die niedrigste Unterstützungsstufe auf ebener Strecke.
Was den Akku altern lässt
- Ladezyklen. Viele Systeme zeigen sie an – beim Gebrauchtkauf die wichtigere Zahl als das Baujahr.
- Kalenderzeit. Zellen altern auch ungenutzt. Ein nie gefahrener Akku von 2019 ist kein neuer Akku.
- Lagerung voll oder leer. Hersteller empfehlen für längere Pausen rund die Hälfte der Ladung.
- Kälte. Ein Teil des Winterverlusts ist vorübergehend und kommt im Frühjahr zurück.
So rechnest du deine Mindestgröße aus
Strecke hin und zurück, mal 10 Wattstunden, plus ein Drittel Reserve für Kälte und Steigungen. Bei 12 Kilometern einfach: 24 × 10 = 240 Wh, plus ein Drittel ergibt rund 320 Wattstunden. Ein 500er reicht dann auch an einem kalten Tag mit Gegenwind – ein 300er nicht. Diese Rechnung braucht keinen Testbericht, nur die Zahl auf dem Gehäuse.
Mehr auf dieser Seite